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Beratungsstelle: YoungWings

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vorheriges Themanächstes Thema Thema: 1 Todestag von Papa, eröffnet am 6.2.2012, um 22.53 Uhr
neutral Leuchtturm
User
am 6.2.2012,
um 22.53 Uhr
Hallo ihr lieben,

am Mittwoch ist ein Jahr um . . Ich hab schlimme Angst vor der Nacht in Papas Todestag in der Nacht auf den 8.2 um drei Uhr rief damals das Krankenhaus am und sagte wir sollen ganz schnell kommen es ginge hin schlechtes.
dieser Moment als meine Mama meine Tür aufriss und mich so wild weckte und ich erst garnicht wusste was los ist war so . . . Weiß garnicht genau wie es in dem Moment war ich Weiß noch wie ich im Auto saß alles fühlte sich so leer am ich habe nicht geglaubt was die Ärzte sagen, ich habe es nicht glauben wollen.
die ganze Nacht haben wir an seinem bett gesessen. . .meine Brüder und ich sind morgens aber heim um in schule und Arbeit bescheid zu sagen. . . dann riefen sie wieder an doch als wir da waren war es zu spät. alles kommt wieder hoch!
ich vermisse ihn so es kommt mir vor als wäre e Gestern gewesen.

wie seit ihr mit dem ersten TodesTag umgegangen?
oder was hilft euch an den Todestagen geht ihr zum friedhof ?
ich denke ich werde hingegen. . . obwohl ich so Angst habe. . .
glaube in der Nacht auf den Tag werde ich mein Handy auf stumm machen. .

Ich will meinen Papa zurück haben! Es hört sich so unglaublich unecht für mich an wenn ich vom Todestag meines Vaters spreche! ich habe das Gefühl er kommt
irgendwann wieder!
habt ihr das auch noch auch wenns schon noch länger her ist?

ach man ich bin jetzt schon total im Gefühlschaos!

versuche jetzt zu schlafen. . .

Hoffe das sich das jemand durchliest und das ich ein pa antworten bekomme.

Gruß
Wer im Gedächtnis seiner Lieben lebt, der ist nicht tot, der ist nur fern
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neutral Selbstpflücker
User
am 7.2.2012,
um 7.44 Uhr
Hallo Leuchtturm,

also ich kann dich total gut verstehen.
Bei mir ist die Geschichte zwar etwas anders, aber es war auch so ,dass meine Adoptiveltern plötzlich reingekommen sind und mir gesagt haben, dass meine Mutter tot ist.
Ich musste an den Moment zurückdenken, als ich in deinem Text gelesen habe, dass deine Mutter so schnell, mitten in der Nacht reingekommen ist.
Es ist so schrecklich, diese Atmosphäre, wenn man weiß, dass etwas total schlimmes passiert ist.

Als meine Adopt.eltern reingekommen sind, habe ich das sehr gespürt und habe direkt gefragt, was passiert ist. Obwohl ich erst 10 Jahre alt war.
Vielleicht weißt du was ich meine.

Ich kann mitfühlen, was du da vor einem Jahr durchgemacht hast und in der Zeit davor und danach...
Und ja, also ich kann auch noch nicht realisieren, dass meine Mutter tot ist. Manchmal glaube ich sie irgendwo in der Stadt oder so zu sehen. Das haben denke ich viele MEnschen in der Anfangszeit nachdem jemand gestorben ist.
Ich kenne auch die Angst zum Grab zu gehen oder sich generell damit zu befassen. Es tut so unmenschlich weh. Es ist gut, wenn du darauf achtest was für dich gut und aushaltbar ist. Wenn es zu viel ist, für dich zum Grab zu gehen, dann ist noch nicht die richtige Zeit. Aber wenn du dich danach fühlst wird es bestimmt helfen bzw. irgendwas verändern. So war es bei mir.

Naja leider wusste ich die letzten 10 Jahre nicht wann der Todestag meiner Mutter ist. Dieses Jahr ist das erstemal dass ich es weiß und ich habe angst davor. Vorallem vor der Uhrzeit. Also ich kann dich verstehen. Ich bekomme bei dem Gedanken so einen Kloß im Hals.

Ich wünsche dir alles Gute lieber Leuchtturm.
Achja, vielleicht ist dir ja danach, aber ich habe gelesen dass am 8.2. der chat ist. Vielleicht fühlst du dich dann nicht so allein. Ich weiß es nicht.

Liebe Grüße dir
...selbstbefreit auf dem Weg zum Meer...
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neutral Paul
SupervisorIn
am 7.2.2012,
um 13.55 Uhr
Hallo Leuchtturm,
wenn ich dich richtig verstanden habe, würdest du dich besonders über Antworten von anderen Nutzern dieser Seite freuen. Du weißt ja, dass du dich auch gerne an mich wenden kannst, wenn du Fragen hast oder etwas loswerden möchtest.

Ich hoffe, du bekommst ein paar Antworten, die dir weiterhelfen, deine Gefühle und Gedanken etwas zu sortieren- Selbstpflücker hat dir ja schon sehr persönlich geantwortet.

Ich wünsche dir für den morgigen Tag alles Gute und hoffe, dass du mit deiner Familie gemeinsam diesen Tag überstehst.

Alles Gute, dein Paul
----------------------------
Paul
SupervisorIn
YoungWings
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neutral johanna
User
am 7.2.2012,
um 22.23 Uhr
Hei Doro

Ja, das kann ich mir vorstellen, das das erste Mal ziemlich schwierig ist. Die ungewissheit auch zu einem Teil, was da passieren wird, wie man sich fühlt. Und dann auch die Erwartung von aussen, wie man sich zu verhalten hat und so.... Es bleibt schwierig...
Mach es, so, wies für dich stimmt. Schalte das Handy auf lautlos, wenn dir danach ist. Rede mit deinem Papa vor dem einschlafen, schreibn ihm was, schenk ihm was, geh ihn besuchen oder eben auch nicht. Egal, was du machst, du tutst es für dich, denn dein Papa weiss, wie sehr du ihn liebst und er weiss, dass nicht alles nur von dem Datum abhängt. Damit will ich sagen es hängt nicht alles von dem Datum ab, ob du es nun richtig machst oder nicht, sondern dass du etwas tust, was dir in dem ganzen Hilft. Dein Papa wird dich von da, wo er ist, so oder so unterstützen und bei dir sein, genauso wie du bei ihm sein wirst. Nicht nur an diesem Tag, sondern jeden Tag.
Auch wenn dieser Tag euer Leben einschneidend verändert hat, ihn wiederzuerleben kann dir vllt hilfe geben stärke und vertrauen. Aber er ändert schlussendlich doch nichts. Ausser du fühlst dich gut und fühlst dich deinem Papa Nahe. Ihn genügend gewürdigt, ganz nach deinem Geschmack, das denke ich, ist das wichtigste. Ob das nun im Wald ist, auf Dem Friedhof, einen schönen ort, den ihr gemeinsam erlebt habt, einen breif an ihn, ein geschenk, ein Gedicht, ein Gespräch.... Er hätt freude an allem denn er nimmt dich, so wie du bist. Das alles ist ok. Solang es für dich als richtig angesehen wird...
Ich hoffe, ich konnte dir hier jetzt etwas hilfreiches schreiben und hoffe, dass du den Tag so gut wie möglichst überstehst. Ich werde ab und zu an dich denken! Und wünsche dir für den Tag alles gute und viel Kraft! Dass er so gut wie möglich vorbeigeht... Mit Momenten der ÄANGSTE, der Trauer, der HOffnungslosigkeit aber auch mit dem Blickin die Zukunft mit deinem Vater an deiner Seite, ein bisschen anders als "gewohnt".
Ich wünsch dir all das.... und denk an das gedicht, dass deine mutter ausgedruckt hat.... Denn unsere Lieben sind nun die Sonnenstrahlen, die Schmetterlinge, die Blätter... Und wollen nur unser bestes. Und trotzdem haben wir das recht, zu Trauern. Nimm dir dieses Recht, gestalte den Moment Bewusst. Und ich hoffe, dass es so gut wie möglihc wird. Auch wenn es nicht einfach ist....
Das sind so meine Gedanken dazu....
Ich hoffe, du kannst was daraus ziehene, liebe Doro...!

LG
Nina
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neutral Leuchtturm
User
am 8.2.2012,
um 10.22 Uhr
Hallo ihr,
danke für eure antworten...diese zu lesen hat mir ein wenig mut auf den Tag gemacht...
hmm also gestern vorm schlafen gehen habe ich noch an papa gedacht daran wie es vor einem jahr war und alles..auch wenn die gedanken weh tun irgendwie wollte ich es intensiv wahr nehmen ..fühl mich dann mit papa verbunden.wisst ihr wie ich das meine?...werde auch in einer stunde mit mama zum friedhof fahren..

ich habe auch schonmal daran gedacht an den ort zu gehen wo er starb...in der uniklinik...einfach nur weil ich mich meiner angst stellen will..

ich bin wütend auf mich das meine brüder und ich morgens nachhause sind...ich war nicht da als er ging...wir wollten doch in ein pa stunden wieder da sein...als mama da mit dem seeligen stand habe ich garnicht losweinen können als sie sagte er sei tot...ich konnte erst weinen als ich ihn berührt habe und wusste es ist wohl so...


und johanna, danke fürs erinnern an das gedicht, wenn ich es lese fühle ich mich manchmal wieder besser...vllt druck ich es nochmal aus tu es in folie und werd es am grab hinlegen...& danke fürs ab & zu an mich denken.

selbstflücker, das mit dem chat habe ich schon gelesen..mal sehen werde vllt auch reinkommen wenn ich mich heut abend einsam fühle. vltl schreiben wir uns dann ja da?
warum wusstest du den todestag nicht?


liebe grüße an euch beide und danke nochmal, doro


Wer im Gedächtnis seiner Lieben lebt, der ist nicht tot, der ist nur fern
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neutral Selbstpflücker
User
am 8.2.2012,
um 12.15 Uhr
Hey Leuchtturm,

wünsche dir viel Kraft und Mut für den Tag heute. Habe heute morgen an dich gedacht und ja, bin heute abend höchstwahrscheinlich beim Chat!

Bis dann
...selbstbefreit auf dem Weg zum Meer...
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neutral Leuchtturm
User
am 8.2.2012,
um 21.16 Uhr
hey

hab heute ein gedicht auf das grab gelegt darunter habe ich geschrieben : du bist immer bei uns habe den namen von mir meinen brüdern und mama draufgeschrieben..
meine mutte kam grad zu mir und hat gesagt das sie ein schlechtes gewissen hat das wir nur uns erwähnt haben und nicht noch geschrieben habe z.B "der rest der familie und alle die dich lieben"
aber ich habe gesagt das es schwachsinn sei..denn damals hat ja auch jeder seinen eigenen kranz gemacht und nur seine namen draufgeschrieben.
sie macht sich jetzt voll die gedanken das die familie oder freund enttäuscht sein könnten das wir dabei nur an uns gedacht haben

das ist aber doch blöd oder?
oder denkt ihr auch das das egoistisch war?
ich finde das ist okay so..doch mama hat mir jetzt irgendwie auch ein schlechtes gewissen gegenüber den anderen gemacht

grüß
Wer im Gedächtnis seiner Lieben lebt, der ist nicht tot, der ist nur fern
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