Ein geliebter Mensch ist gestorben  Foruminformationen  Forumarchiv

Beratungsstelle: YoungWings

 Das Thema wurde von Lana am 10.4.2012, um 15.15 Uhr geschlossen.
Begründung: wie angekündigt
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vorheriges Themanächstes Thema Thema: Impulsive Gefühle, eröffnet am 6.2.2012, um 18.30 Uhr
neutral Selbstpflücker
User
am 6.2.2012,
um 18.30 Uhr
Hallo ihr,

also ich muss zur Zeit an was bestimmtes denken.
Meine Mutter ist vor 9,5 Jahren gestorben und ich konnte/durfte es nie verarbeiten. Jetzt mit 20 kommt viel hoch, vorallem nachdem ich vor 2 Jahren ziemlich krank geworden bin.
Ich habe trotzdem das Gefühl, dass ich es nicht richtig ausleben kann. Mir geht es sehr sehr schlecht, mich beschäftigt so viel und ich vermisse meine Mutter, aber es gibt keinen angehörigen oder so mehr, mit dem ich darüber sprechen kann. Das fehlt mir...

Naja, aus dem Grund verdränge ich das Thema manchmal für ein paar Tage. Vorallem dann wenn ich was mit meinem Freund mache. Da geht es mir nämlich immer total gut.

Und dann merke ich wie es mir auf einmal so diffus schlecht geht. Heute morgen war das beste Beispiel:

Ich stehe auf und mir geht es eigentlich ganz gut und dann sind da Kleinigkeiten die mich extrem reizen und aufeinmal werde ich extrem aggressiv, genervt und irgendwann fühle ich nur noch Selbsthass und mache mich selbst runter.
Ich komme dann da garnicht mehr raus. Ich merke dann dass ich total labil bin und aber eigentlich nicht genau weiß weshalb.
Das Problem ist, dass ich nicht wirklich die ausreichende Unterstützung von meiner Adoptivfamilie bekomme. Sie stecken da halt nicht drin...

Kennt ihr diese impulsiven Gefühle, wo andere Leute sich dann fragen, was grad mit euch los ist und ihr euch das auch nicht beantworten könnt?

LIebe Grüße
...selbstbefreit auf dem Weg zum Meer...
neutral laura
User
am 6.2.2012,
um 19.36 Uhr
Hallo Selbstpflücker,

ich habe gerade deinen Beitrag gelesen und wollte dir mal schnell schreiben. Diese Gefühle, die du beschrieben hast, kenne ich auch sehr gut.
Wenn es mir ein paar Tage gut geht, dann kommt irgendwann so ein Punkt, an dem das ganze "kippt". Eigentlich passiert nichts, aber ich wache morgens auf und bin dann schon irgendwie aggressiv.
Meistens weiß ich dann, dass es besser wäre, alleine zu bleiben, weil ich den Menschen in meiner Umwelt mit meiner Art nur weh tue, aber es ist so schwer, etwas dagegen zu tun.

Irgendwann kann ich mich dafür selbst nicht mehr ausstehen, fange an, mich und mein Verhalten zu hassen.
Ich bin dann nicht mal wirklich traurig, sondern einfach nur wütend und weiß auch nicht warum.

Hast du mal etwas ausprobiert, was einem irgendwie in der Situation helfen könnte, aus diesen Gefühlen wieder heraus zu kommen?
In letzter Zeit habe ich gemerkt, dass es für mich in den Situationen sehr wichtig ist, dass ich irgendwie für mich sorge. Also mich einfach mal zurück ziehe, eine Kerze anstecke, einen Tee trinke oder so irgendetwas.

Ich weiß nicht, wie das bei dir ist, aber ich fühle mich in diesen Situationen immer so gefühlskalt und irgendwie herzlos. So ein bisschen wie ein Stein.
Eigentlich würde ich da auch gerne einfach mal traurig sein, aber das geht irgendwie nicht, weil ich die Traurigkeit nur sehr wenigen Menschen zeigen kann.

Wie sehen deine Freunde denn das? Ich habe mal versucht meinen besten Freunden, mein Gefühlschaos zu erklären, aber dabei ist mir nur noch stärker bewusst geworden, dass ich es nicht erklären kann. Es kommt einfach. Und manchmal reicht eben schon die kleinste Kleinigkeit, um das ganze in Gang zu setzen.

Manchmal habe ich echt schon gedacht, dass ich vielleicht einfach so schnell genervt und gereizt bin, weil die Traurigkeit über alles, was passiert ist, nie einen Platz findet. Vielleicht ist der Körper da einfach irgendwann so damit beschäftigt, das ganze zurückzuhalten, dass alles andere nur eine Reizüberflutung ist? Ich weiß es nicht.

Ganz ganz liebe Grüße

Laura
"Verbringe die Zeit nicht mit der Suche nach einem Hindernis - vieleicht ist keines da."
Franz Kafka
neutral Lana
SupervisorIn
am 6.2.2012,
um 21.31 Uhr
Hallo Selbstpflücker,

schön, dass du hier ein Thema eröffnet hast. Wie an anderer Stelle besprochen, werde ich hier nur lesend dabei sein. Wenn du möchtest, dasss ich mich einbringe, dann kannst du mir gerne Bescheid geben, einverstanden?

Ich wünsche euch einen guten Austausch.

Viele Grüße
Lana
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Lana
SupervisorIn
YoungWings
neutral Smiley1127
User
am 15.2.2012,
um 19.34 Uhr
Hallo Selbstpflücker und laura,

ich kenne diese Gefühle auch sehr gut. Bei mir passiert das vom einen auf den anderen Moment. Oder ich war den ganzen Tag schon depri und aggressiv.

Ich würde dann am liebsten an irgendetwas meine Wut auslassen. Ich hab z. B. schon mal meinen Schrank ausgeräumt und die Klammotten auf den Boden geschmissen mit Gewalt, am Ende war ich dann traurig, weil ich sie ja wieder einräumen musste. Oder meine Lampe hab ich auch letztens kaputt gemacht. Das heißt ich bin wütend, lass meine Wut raus, bin aber dann traurig darüber, dass ich das machen musste.

Oft kommt die Wut auch im Alltag. Wenn ich Dinge nicht gleich kann, werde ich ungeduldig und bin wütend auf das was ich mache. Oder im Alltag sagen Leute manchmal Kommentare die mich echt fertig machen, wo ich mir nur denke. Seid doch alle froh, dass es bei euch nicht so ist.


Liebe Grüße Smiley
Egal wie oft am Tag ein Mensch lacht, niemand kann wissen, was innerlich abläuft.
neutral Lana
SupervisorIn
am 27.3.2012,
um 12.00 Uhr
Hallo Selbstpflücker,

da du ein neues Thema eröffnet hast, das inhaltlich ähnlich ist, wollte ich dich fragen, ob ich dieses Thema schließen kann? Gibst du mir bitte Bescheid? Danke.

Viele Grüße
Lana

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Lana
SupervisorIn
YoungWings
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