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vani-bunny (am 2.1.2012)
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vorheriges Themanächstes Thema Thema: Mein Papa ist gestorben., eröffnet am 9.8.2011, um 20.49 Uhr
neutral Leuchtturm
User
am 9.8.2011,
um 20.49 Uhr
Hallo,

ich möchte gerne meine Geschichte erzählen,
da ich kaum moch jemanden habe mit dem ich wirklich richtig darüber reden kann.

Mein Papa ist am 8.02.2011 im alter von 48 Jahren an den Folgen seine vor ca. 2 einhalb jahren festgestellten Autoimmunkrankheit verstorben. Ich kann es immernoch nicht wirklich glauben...irgendwie denk ich er kommt wieder..& nur wenn mich gerade etwas sehr bedrückt oder ich an schöne zeiten mit ihm denke muss ich sehr weinen.
Als seine Krankheit festgestellt wurde habe ich sehr viel darüber im internt gelesen...schon das da etwas von einer Todesrate stand hat mir angst gemacht..jedoch ist es so das die krankheit sehr unerforscht ist & es einen schweren und leichten verlauf geben kann..bei papa war es ein sehr schwerer denn keines der Medikamente hat richtig angeschlagen, und er sagte einmal das er keinen Tag seit der Krankheit ohne schmerz hatte. ein Medikamnt hat anfangs sogar gut angeschlagen doch da es so teuer war wollte die krankenkasse nicht zahlen, das hat die psyche meines vaters noch mehr belastet wegen der krankheit hat er dann auch depressionen bekommen. wir haben immer versucht ihm mut zumachen, es gibt nämlich auch menschen die nach 5 jahren kampf plötzlich keine schüber mehr erleiden. etwas das mich auch bedrückt ist die frage WARUM? mein Papa war ein seeehr beliebter mensch auf der beerdigung waren um die 100 leute jeder mochte ihn & er war immer gut zu unserer Familie immer hilfsbereit egal um welche person es ging. wieso müssen so menschen nur so leiden? und vorallem wissen wir nicht den grund warum die krankheit ausgebrochen ist, dies weiß man generell bei der krankheit nicht. mein vater hat ständig erkältungen bekommen weil sein immunsystem so schwach war. im winter hat er trotz skihandschuhen und dicker jacke gerforen, trotz wolldecke und normaler dacke war ihm beim schlafen kalt...seine haut & muskeln wurden durch die krankheit angegriffen...er hat immer gern an unseren karts rugeschraubt da seine fingerkuppeln total entzündet waren hatte er ständig schmerzen wenn er etwas falsch berührte. 5 wochen bevor er starb wurde er ins künstliche koma gelegt da er pilze in der lunge hatte, sein zustand war die ganze zeit über schlecht. und 3 tage vor seinem tot sagten die ärzte seine blutwerte wären die besten seitdem er im koma lag ich hatte solch eine hoffnung das alles gut wird..doch dann 3 tage später klingelte nachts das telefon und die ärzte sagten uns das papa einen hirnschlag hatte..als wir da ankamen war die eine gehirnhälfte schon tot und der arzt sagte es kann tage oder stunden dauern..wir saßen alle zusammen also mama und meine zwei brüder an seinem bett & redeten mit ihm auch wenn ich schlief..dann wurde es morgen und meine brüder und ich fuhren nachhause um bei der schule und auf der arbeit anzurufen. ich wollte erst nicht mit ich hatte angst papa stirbt und ich bin nicht da...dann rief mama an das es immer schlechter werden würde..wir fuhren los & als wir ankaman stand mama da mit einem mann..es war der krankenhauspriester....papa war gestorben. & ich war nicht da das belastet mich! doch dann habe ich mir gedacht das papa es vllt so wollte? vllt wollte er nicht das wir das sehen müssen wenn aufeinmal die maschienen anzeigen das er nichtz mehr atmet das sein herz nicht mehr schlägt. dann sind wir alle in sein zimmer, er sah so friedlich aus so erleichtert. und hatte keinen beatmungsschlauch mehr durch seinen mund , hing nicht mehr an der dialyse. er sah glücklich aus vom schmerz befreit. Ich kann nicht mehr wenn ich das jetzt alles schreibe brech ich fast zusammen...ich kann kaum noch mit jemanden drüber reden irgendwie habens alle schon fast vergessen. ich wünsche mir sogar das ich nicht lange lebe, ich will mich nicht umbringen ich hoffe einfach nur das ich sehr früh zu meinem papa kann, ich glaube wir sehen uns wieder. es gibt noch so viel was ich mir von der seele schreiben will! aber das alles liest sich bestimmt keiner durch weil ich soviel schreibe.

ich brauch doch nur jemanden der mir endlich mal wieder zuhört. auch wenn es einige monate her ist, ich kann nicht mehr. mein papa ist 3 monate vor meienem 18 geburtstag gestorben. er war auf meine abschlussfeier nicht dabei, sieht nicht wie ich meine lehre im nächsten monat beginne. naja er sieht es schon aber er kann mir nicht sagen wie stolz er ist.

ich höre jetzt auf zu schreiben sonst schreib ich immer weiter weil mir soviel auf der seele liegt.


Lieben gruß
& viel kraft für alle anderen die einen Lieben Menschen verlieren mussten
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neutral Bekki
User
am 10.8.2011,
um 13.36 Uhr
Hallo!
Erstmal tut es mir sehr leid für dich, dass dein Papa gestorben ist! Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass du es ein weinig bereust, nicht dabei gewesen zu sein, als dien Papa gestorben ist. Bei mir war es mein Bruder und er ist sogar daheim gestorben, aber ich war auch nicht dabei und das hat mich am Anfang voll fertig gemacht... aber dann haben mir mal die Betreuer von meiner Trauergruppe gesagt, dass das öfters so ist, dass die Strebenden merken, wenn jemanden bei ihnen ist, der das nicht verkraften hätte können. Ich kann das versthen, dass du schnell zu deinem Vater kommen willst, mir geht es manchmal genauso... aber du musst auch mal bedenken, wie wichtig du für Menschen auf der Erde bist und was es für ein Verlust wäre, wenn du nicht mehr da wärst !
Liebe Grüße
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neutral Leuchtturm
User
am 10.8.2011,
um 14.06 Uhr
Huhu,

danke das du geantwortet hast.

erstmal auch mein beleid an dich!
was hatte denn dein bruder?

Ja schon das habe ich auch mal gehört das die das merken, aber weißt du mein Vater lag ja im künstlichen Koma..ich glaube schon das er gemerkt hat das jemand da war aber ob er das so intensiv gemerkt hat wer da ist? ich würde so gern wissen was er gefühlt hat..habe schon bücher darüber gelesen wie es ist beim tot.

ja gerade weil ich mir denke das mich so viele menschen vermissen würden tuhe ich mir nichts an..doch der wunsch ist halt schon da.
ist das bei dir auch so?

lieben gruß
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neutral johanna
User
am 10.8.2011,
um 16.26 Uhr
Hallo Leuchtturm

Der Wunsch, sich was anzutun um dann beim Verstorbenen zu sein kann ich sehr gut verstehen... Genau das denk ich auch oft...
Aber du hast doch noch dein ganzes Leben vor dir...
Es tut mir leid, dass dein Papa gestorben ist! Das ist eine sehr schlimme Erfahrung. Und trotzdem gehört sie leider zu deinem Leben, musst du lernen, irgendwie damit klarzukommen, damit umgehen lernen... Manchmal geht das einfacher, manchmal ist dies schwieriger... Das ist ganz normal so...
Hast du irgendwelche Hilfe? Trauergruppe oder so? Tut mir leid, wenn du das schon geschrieben hast und ich das irgendwie überlesen hab...

Also ich finde nicht, dass du zu viel geschrieben hast. Wenn es dir gut tut, dann schreib einfach weiter... das, was du noch schreiben wolltest. Es ist ok...! Und es ist, denke ich, auch richtig so...
Es ist schön, dass du bald eine Ausbildung anfangen kannst... Auch wenn es dir jetzt vllt schwer fällt, dich zu konzentrieren, und dir vielleicht auch nicht richtig vorkommt, dass dein Leben normal weiter geht, während dein Papa nicht mehr da ist.
Ich war und bin manchmal wütend auf meine Mama, dass sie nicht mehr da ist... Man hat mir auch schon gesagt, dass das normal ist, und so sein darf... vllt warst du auch schon wütend, oder vllt wirst du es mal sein, vllt aber auch nicht... wollte dir nur sagen, wenn ja, dass das normal ist...
also... wenn du noch schreiben magst, darfst du das gerne... und so viel, wie du willst... wenn ich kann,werd ichs mir durchlesen...!

LG
Nina
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neutral Bekki
User
am 10.8.2011,
um 16.46 Uhr
Kein Problem und danke ! Mein Bruder hatte ein diffuses intrinsisches Ponsgliom, ein Tumor im Stammhirn, den man nicht operieren kann und bei dem Chemo und Bestrahlung nur lebensverlängernd wirken...

Ich würde auch gerne mal wissen was mein Bruder gefühlt und gedacht hat...mein Bruder war dann am Schluss hirntod, da hab ich aber geschlafen. Ich glaube schon das Menschen , die im Koma liegen intuitiv wissen ob und wer um sie herum ist, dass habe ich auch schon öfters gelesen.
Ja, dass denk ich mir auch manchmal, wenn mir einfach alles über den Kopf wächst, aber dann gibt es eben doch immer wieder Äaugenblicke, wo man merkt, dass es sich lohnt zu leben ! Ich hoffe das ist bei dir auch so !

Liebe Grüße
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neutral Carlo97
User
am 11.8.2011,
um 2.35 Uhr
Hallo Leuchtturm
Erstmal mein beileid ich kann dich verstehen.
Mein Papa ist auch gestorben habe neuen Thread geoeffnet meine geschichte kannste dir ja auch mal durchlesen
Das Leben ist vergänglich, jedoch nicht der Tod.
Wir leben fort, indem was wir zurücklassen.
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neutral Leuchtturm
User
am 11.8.2011,
um 9.21 Uhr
Hallo Johanna,

danke für die Antwort.

Nein ich habe keine trauergruppe,
aber meine Mama & ich können auch ganz gut miteinander reden, aber irgendwie versuch ich vor ihr ein wenig stark zu sein. ich weiß auch nicht.
& bin auch noch in einem anderen Forum angemeldet in denen ich mit Menschen schreiben kann die auch Trauern.
aber manchmal überlege ich zu einem psychologen zu gehen. Jedoch weiß ich nicht ob man da einfach hingehen kann, ich wüsste garnicht wo ich da anfangen sollte zu reden. ich kann mir irgenwie nicht vorstellen vor irgendeinem menschen zu sitzen in irgendeinem zimmer was wohlmöglich aussieht wie bei einem arzt und dort über meinen papa zu reden? oder wie kann man sich das da vorstellen?

naja das mit dem konzentrieren fällt mir schon leichter, nur an manchen tagen ist es sehr schwer.
in meiner abschlussprüfung habe ich denke ich nur so gut abgechlossen weil ich mich total angestrengt habe um papa zu zeigen das er auch jetzt noch stolz sein kann auch wenn ich manchmal fast vor konzentrationsproblemen zerbrochen bin. aber jetzt mach ich sowas mit dem gedanken das er stolz sein soll.

naja wut hatte ich noch nicht, ich frage mich einfach nur warum warum mein papa?
aber danke das du mir das sagst, ich denke auch das das normal ist, ich habe in büchern über trauer gelesen das das normal ist & das das auch wieder weg geht wann man irgendwann in der phase des akzeptierens ist. die phasen dauern aber bei jedem menschen anders & manche haben einige dieser phasen garnicht. denn jeder trauert anders.
manchmal frage ich mich ob ich richtig trauer...aber wie trauert man richtig?
die ganzen bücher helfen mir zwar zu lernen was trauer ist, was beim tot passiert & alles aber das alles irgenwie umzusetzen.

warst du dabei als deine Mama starb?
& woran ist sie gestorben?

ist das normal das ich ein pa wochen garnicht weinen kann & plötzlich kommt wieder alles hoch?
irgendwie ist das zurzeit so...seit ein pa tagen muss ich wieder mehr weinen.


Lieben gruß
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neutral Leuchtturm
User
am 11.8.2011,
um 9.28 Uhr
Hallo Bekki,

wie alt war dein Bruder?

ja mein Papa war zum schluss ja auch hirntot,
da frage ich mich auch, wie viel merkt man dann davon?
wenn man dabei wach ist..oder wie mein papa im koma lag.
ich frage mich sovieles aber sovieles kann niemand beantworten.
wie es ist wenn die seele den körper verlässt...steht zwar überall was drüber..aber wie ist es wirklich.
auch das ist ein grund wieso ich manchmal sterben will..damit ich sehe wie es meinen papa & allen anderen nun geht.
wie denkst du darüber? über den tot & die zeit danach?

ja das mit den augeblicken wo man merkt das es sich doch noch lohnt, kenne ich..ich bin auch froh das ich solche augenblicke noch fühle.
ich glaube meine mama fühlt sowas nicht mehr wirklich...das macht mich so traurig & ich fange jetzt fast wieder an zu weinen. meine mama hat früher soviel an gesunder ernährung gelegen dinge die ihr mal wichtig waren sind für sie unwichtig geworden.

Lieben Gruß
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neutral Leuchtturm
User
am 11.8.2011,
um 9.42 Uhr
Mir ist jetzt auch irgendwie total egal geworden wie schädlich rauchen ist...ich rauche schon seit ca. 3 jahren...eig wollte ich niemals anfangen zu rauchen..denn mein opa starb deswegen ..ich habe 5 jahre gebraucht seinen tot zu akzeptieren...er war der beste opa der welt, ich war noch ziemlich jung & habe ihn eig nicht sehr oft gesehn doch irgendwie hatte ich so eine verbindung zu ihm. als auf papas beerdigung der beste freund meines opas war und mir die hand gegeben hat wurde mir auf einmal so warm als er mir dabei sagte wer er ist..ich hatte einen augenblick ein gefühl von liebe ihn mir.

naja zurück zum rauchen...nun denke ich mir irgendwie..wieso sollte ich aufhören...Mein vater hat immer gesund gelebt & hat nur in jungen jahren ein pa jahre geraucht & auch nicht viel & hatte nie wirkliche gedundheitliche probleme & zack wird er so schräcklich krank. wenn menschen sterben müssen die so gesund leben & zu allem menschen nett sind. wieso sollte ich dann aufhören zu rauchen?
das ist einfach was was ich mir seit dem tot bzw. auch schon seitdem mein vater immer schlimmer krank wurder denke. naja vllt liegt es auch an meiner hoffnung einfach nicht alt zu werden...

ich hoffe das liest sich überhaupt jemand durch.
ich höre besser auf zu schreiben & warte erstmal auf antworten

lieben gruß
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neutral Paul
SupervisorIn
am 11.8.2011,
um 15.00 Uhr
Hallo Leuchtturm,

mein Name ist Paul und ich betreue bei YoungWings u.a. das Forum. Du hast ja sehr ausführlich erzählt wie schwer die letzte Zeit für dich war und ich kann mir vorstellen, dass du noch viel mehr hättest schreiben können.

Es freut mich sehr, dass dir bereits einige andere User geschrieben haben und dass ihr euch austauscht. Trotzdem biete ich dir gerne an, dass du dich an mich wenden kannst, wenn du Fragen hast.

Du hast erzählt, dass du in keiner Trauergruppe bist dich aber sehr gut mit deiner Mutter verstehst und gut mit ihr reden kannst. Andererseits habe ich den Eindruck, dass du dich sehr um sie sorgst! Das stelle ich mir sehr belastend vor.

Ich versuche im Forum immer alle Beiträge zu lesen- du brauchst dir also keine Sorgen machen, dass deine Beiträge nicht gelesen werden:)

Grüße Paul


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Paul
SupervisorIn
YoungWings
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vorheriges Themanächstes Thema Thema: Mein Papa ist gestorben., eröffnet am 9.8.2011, um 20.49 Uhr
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