Ein geliebter Mensch ist gestorben - Archiv  Foruminformationen

Beratungsstelle: YoungWings

 Das Thema wurde von Paul am 1.2.2012, um 14.49 Uhr archiviert.
Druckansicht in neuem Fenster öffnen   springe an den AnfangweiterSeite  neu laden von 4weiterspringe zum Ende
vorheriges Themanächstes Thema Thema: Ich vermisse dich.., eröffnet am 11.8.2011, um 1.09 Uhr
traurig Carlo97
User
am 11.8.2011,
um 1.09 Uhr
Hallo bin ueber gutefrage.net hierher gelangt und moechte euch gleich meine geschichte erzaehlen
10.03.2003
Skiurlaub
ich sagte noch tschuess papa und ging happy in den skikurs
meine mutter kam eine stunde spaeter wieder und sagte papa sei tot ich hielt das fuer einen schlechten scherz und wurde aergerlich doch es war wirklich wahr.
Wir fuhren sofort nach hause und ich fragte mama wie es passierte sie sagte er haette einen herzinfakt gehabt.
Ich redete spaeter also.die naechsten wochen kein wort und wurde auch dann eingeschult ich habe mich so darauf gefreut mit meinem papa meine schultuetezu basteln. Er war zwar nie viel zuhause da er viel arbeitete doch ich fuehlte mich immer.mehr zu ihm hingezogen als zu.meiner mutter.
In der schule war ich trozdem immer gut. Heute gibt es leute die mich versuchen mit dem thema zu aergern weil ichs spaeter erzaehlt habe.
Dann die beerdigung.
Papa war im sarg welcher offen stand und ich stand mit mama daneben und sie strich ihm ein letztes mal ueber den kopf. Auch ich wollte ihn beruehren doch sie hielt meine hand und fluesterte mir zu ich solle.es lassen ihn nicht anfassen. Sie hatte damals angst das ich spuere wie kalt er ist doch eine sache tat ich noch ich legte ihm meinen plueschhund mit in sein Grab ich war so traurig wie noch nie. Habe mich letztes jahr versucht umzubringen weil ich... Ich wollte zu ihm Habe mir die pulsader aufgeschnitten habe geblutet wie sonst was das weiss keiner ist auch nix passiert
Bin heute 13 und es holt mich wieder ein. Ich kann nicht mehr weiter schreiben ich weine jetzt schon danke das ihr euch meine geschichte durchgelesen habt
Das Leben ist vergänglich, jedoch nicht der Tod
Der Beitrag wurde von Carlo97 am 11.8.2011, um 2.19 Uhr bearbeitet.
neutral Leuchtturm
User
am 11.8.2011,
um 9.07 Uhr
Hallo Carlo,

mein beleid das auch dein Papa schon früh gehen musste.

Deine Geschichte hat mich grad sehr betroffen als ich sie gelesen habe, denn es war ja ein ganz plötzlicher tot ohne jegliche vorahnung.
oder hatte er schon vorher irgendwelche beschwerden?

ich kann verstehen das es sehr schlimmm ist das dein papa viele wichtige ereignisse in deinem leben nicht körperlich mitbekommt.
bei mir ist es nicht anders nur das es bei mir ereignisse sind die du selber auch noch erleben wirst wenn du älter bist. weißt du ich saß auf meiner abschlussfeier und habe weinen müssen aber nicht weil die schule vorbei ist sondern weil papa nicht da war. aber dann habe ich gedacht. Doch papa ist da ich kann ihn nur nicht sehen.
auch dein vater ist bei dir und sieht wie du dein leben meisterst.
sehr oft denke ich auch es sei besser zu sterben aber dann denke ich mir, nein auch wenn ich so gern zu ihm will er möchte nicht das ich schon so früh sterben muss.
unsere väter wollen das sie in uns weiter leben können!

hast du wegen deinem selbstmordversuch psychologische hilfe?
weißt du ich habe ein pa bücher gelesen und wenn man nach einigen jahren noch an selbstmord denkt sollte man sich helfen lassen seine trauer zu überwinden. du sollst es nicht verstehen warum dein vater tot ist, du sollst es nicht vergessen, du sollst ihn nicht vergessen aber du musst akzeptieren das es ein abschnitt deines lebens ist.

das was ich schreibe, habe ich selber in büchern über trauerbewältigung gelesen, mir fällt es selber nicht leicht mit der trauer umzugehen. aber wir müssen das irgendwie lernen sonst passiert sowas was du letztes jahr gemacht hast.

ich hoffe ich konnte dir ein wenig mut geben.

Lieben Gruß
neutral doesntmatter
User
am 11.8.2011,
um 10.50 Uhr
Lieber Carlo97,
deine Geschichte hat mich sehr mitgenommen und es tut mir leid, dass du deinen Vater verloren hast. Ich habe meinen 2009 auch verloren und das auch unerwartet, auch wenn wir vorher aus vielen Gründen nicht mehr so viel Kontakt hatten. Danach war ich auch in einem Tief, konnte aber meine Gefühle nicht zeigen. Alles ging an mir vorbei. Das war wie so eine Art Trance. Solche Phasen habe ich heute auch noch manchmal.
Ich bin übrigens auch durch gutefrage.net auf diese Seite gestoßen.
Es gibt aber für mich Dinge, die mir Mut machen und mich ermutigen durchzuhalten. 'Irgendwann wird es besser werden!' Das habe ich mir immer gesagt und mittlerweile hat mir diese Seite sogar ein bisschen geholfen und ich kann es so langsam akzeptieren.
Ich hoffe, dass es dir besser gehen wird und du hier etwas besser verarbeiten kannst.
Libe Grüße,
doesntmatter.
Der Beitrag wurde von doesntmatter am 11.8.2011, um 10.50 Uhr bearbeitet.
neutral Carlo97
User
am 11.8.2011,
um 11.21 Uhr
@Leuchtturm
nein es kam ohne vorwarnung.
Psychologische hilfe habe ich deswegen nicht in anspruch genommen das weiss ja auch aus meinem umfeld keiner.
Ich danke dir fuer deine hilfe.
Du hast recht bestimmt sieht er mich ganz sicher.

@doesntmatter
Auch du hast recht wenn es ein tief gibt muss es auch irgendwann wieder ein Hoch geben.
Das du deinen vater verloren hast tut mir leid. Aber das leben muss ja weiter gehen...

Ihr 2 habt mir echt schonmal gut geholfen ich danke euch sehr!!
Das Leben ist vergänglich, jedoch nicht der Tod.
Wir leben fort, indem was wir zurücklassen.
neutral Paul
SupervisorIn
am 11.8.2011,
um 14.43 Uhr
Hallo Carlo,

ich betreue bei YoungWings das Forum und wollte dir auch gerne auf deine Beiträge antworten.
Ich finde wirklich gut von dir, dass du hier von dir und deinem Vater erzählt hast auch wenn du schreibst, wie schwer es für dich war.
Umso mehr freut es mich, dass dir bereits andere User bereits geantwortet haben.

Du hast geschrieben, dass du keine psychologische Hilfe in Anspruch genommen hast, weil aus deinem Umfeld niemand davon weiß, wie schlecht es dir geht. Hat denn damals niemand mitbekommen, dass du dich umbringen wolltest?
Ich möchte dir noch eine Frage stellen, die mir wichtig ist: Spielst du im Moment auch mit dem Gedanken, nicht mehr leben zu wollen oder wie stehst du im Moment dazu, dass du eigentlich bei deinem Vater sein möchtest?

Du schreibst ja, dass das Leben weiter gehen muss, aber trotzdem machst du dir diese Gedanken, dass du gerne bei deinem Vater wärst. Ich kann verstehen, dass du deswegen hin- und hergerissen bist und möchte dich aber darin bekräftigen, dass du den Mut nicht verlierst und dir nichts antust!

Grüße Paul
----------------------------
Paul
SupervisorIn
YoungWings
neutral Carlo97
User
am 11.8.2011,
um 19.55 Uhr
@Paul
Nein, niemand hat das mitbekommen.
Den gedanken habe ich auch schon verdraengt denn es gibt immer einen ausweg.
Ich wollte halt bei ihm sein doch selbstmord haette er auch nicht fuer mich gewollt.
Das Leben ist vergänglich, jedoch nicht der Tod.
Wir leben fort, indem was wir zurücklassen.
neutral Leuchtturm
User
am 12.8.2011,
um 0.23 Uhr
hallo,

auch wenn in deinem umfeld keiner weiß das du versucht hast dir das leben zu nehmen, denke ich das bei einem selbstmordversuch immer psychologische hilfe in anspruch genommen werden sollte. du musst es ja keinem erzählen das du dahin gehst..doch ich denke das man sich dafür nicht schämen muss. vorallem nicht nach so häftigen lebensabschnitten die man schon in so jungen jahren erleben musste!
bitte denk darüber nach!
neutral Carlo97
User
am 12.8.2011,
um 0.36 Uhr
@Leuchtturm
Habe mit meiner mutter schon darueber geredet, dass ich atm sehr unter dem tod meines vaters leide und sie hatte mir auch vorgeschlagen zu einem psychotherapeuten zu gehen vob dem SM versuch weiss sie nix. Koennte also auch klappen mit dem dann ueber alles zu reden.

Habe ich eigentlich gepostet das ich als ich 17 stunden alt war adoptiert wurde??
Naja meine leiblichen eltern kenne ich nicht aber habe meine adoptiv eltern immer als die.einzigen eltern angesehen. Was mich auch dabei ziemlich belastet ist das ich mich tw. Frage wieso ich sofort nach der geburt zur adoption freigegeben wurde. Aber da ich die leiblichen nicht kenne spielen sie von den Gefuehlen her keine rolle. Meine Richtigen Eltern waren und sind schon immer die jetzigen...
Das Leben ist vergänglich, jedoch nicht der Tod.
Wir leben fort, indem was wir zurücklassen.
neutral Paul
SupervisorIn
am 12.8.2011,
um 9.51 Uhr
Hallo Carlo,
bist du froh darüber, dass es niemand mitbekommen hat oder wünscht du dir manchmal, dass deine Mutter wüsste, wie schlecht es dir damals ging bzw. welche Gedanken du jetzt hast?

Ich bin erleichtert, dass du andere Auswege aus dieser Situation siehst, als dir das Leben zu nehmen. Auch wenn der Wunsch, bei ihm zu sein total verständlich ist, finde ich den Gedanken auch wichtig, dass er das nicht für dich gewollt hätte und dass es viele Menschen gibt, die dich nicht verlieren möchten.

Grüße Paul

----------------------------
Paul
SupervisorIn
YoungWings
neutral Carlo97
User
am 12.8.2011,
um 11.07 Uhr
@Paul
Nein ich faende es nicht gut wenn sie es wuesste darueber moechte ich auch nur ungern mit ihr sprechen.
Ich werde es aber wahrscheinlich mit einem psycho therapeuten besprechen
Das Leben ist vergänglich, jedoch nicht der Tod.
Wir leben fort, indem was wir zurücklassen.
vorheriges Themanächstes Thema Thema: Ich vermisse dich.., eröffnet am 11.8.2011, um 1.09 Uhr
Druckansicht in neuem Fenster öffnen   springe an den AnfangweiterSeite  neu laden von 4weiterspringe zum Ende